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Bundespresseamt

Institution

Deutschland und Spanien unterzeichnen Kreditvereinbarung für kleine und mittlere Unternehmen in Spanien


04. Juli 2013, 20:19
PRESSEMITTEILUNG/PRESS RELEASE

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler und ihre spanischen Amtskollegen Wirtschaftsminister Luis de Guindos und Industrieminister José Manuel Soria haben am 4. Juli 2013 die Kreditvereinbarung zur Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen in Spanien vorgestellt. Zuvor hatte der Verwaltungsrat der KfW das Darlehen gebilligt. Die deutsche KfW wird die Kreditlinien, die das staatliche spanische Kreditinstitut ICO für spanische KMU zur Verfügung stellt, um 800 Millionen Euro verstärken und so dazu beitragen, die mittelständische Wirtschaft in Spanien besser mit zinsgünstigen Krediten zu versorgen. Die Kreditvereinbarung wurde heute von den Präsidenten beider Institute, Dr. Ulrich Schröder (KfW) und Román Escolano (ICO) unterzeichnet.

Deutschland und Spanien unterzeichnen Kreditvereinbarung für kleine und mittlere Unternehmen in Spanien

Der Überwindung von Finanzierungs- und Liquiditätsengpässen bei vielen mittelständischen Unternehmen kommt eine Schlüsselrolle bei dem schwierigen Anpassungsprozess in vielen Ländern der Eurozone zu. Das vereinbarte Kreditprogramm soll diesen Prozess unterstützen.

Das Globaldarlehen der KfW in Höhe von 800 Mio. Euro wird von der spanischen Förderbank ICO über Geschäftsbanken an mittelständische Unternehmen weitergereicht.

Dazu der Bundesfinanzminister, Dr. Wolfgang Schäuble: „Mit dem Darlehen wollen wir kleine und mittlere Unternehmen in Spanien unterstützten. Wir wollen Unternehmen, die über ein solides Geschäftsmodell und gute Wachstumsperspektiven verfügen die Finanzierung leichter machen. Sie sollen ihre Beschäftigung wieder ausweiten können und vor allem auch Arbeits- und Ausbildungsplätze für Jugendliche schaffen können.“

Und der Bundeswirtschaftsminister, Dr. Philipp Rösler: „Das Globaldarlehen ist eine gute Nachricht für alle spanischen Mittelständler und ein gutes Signal für Europa. Denn damit verbessern und erleichtern wir die Finanzierungsbedingungen, unterstützen Unternehmen und damit Arbeits- und Ausbildungsplätze in Spanien. Wie in Deutschland sind kleine und mittelständische Unternehmen auch in Spanien von entscheidender Bedeutung für Wachstum und Wohlstand.“

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos: „Spanien hat große Bemühungen unternommen, um zu höherem Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen zurückzukehren. Das Ergebnis heute ist eine wettbewerbsfähige Wirtschaft mit großem Potential. Es bleiben aber wichtige Herausforderungen wie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das heute unterzeichnete Abkommen ist eine wichtige Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, die die größte Quelle zur Schaffung von Arbeitsplätzen sind.“

Der Minister für Industrie, Energie und Tourismus, José Manuel Soria, betont: „Die Regierung unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, die den größten Teil der spanischen Unternehmen ausmachen und daher eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen einnehmen. Diese Vereinbarung wird dabei helfen eines der größten aktuellen Probleme von kleinen und mittleren Unternehmen zu lindern, den Zugang zur Finanzierung. Europa muss die nationalen Grenzen der Finanzierung von Unternehmen aufbrechen, welche die Krise gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen verursacht hat.“

Wie in Deutschland sind kleine und mittlere Unternehmen auch für die Wirtschaft in Spanien von entscheidender Bedeutung. Hier setzt das Programm an: Die kleinen und mittleren Unternehmen in Spanien profitieren sowohl von der Stärkung der Refinanzierungsbasis von ICO als auch von den günstigen Refinanzierungsbedingungen der KfW, die an die mittelständischen spanischen Unternehmen weitergegeben werden.

Die am 4. Juli 2013 unterzeichnete Vereinbarung ist Teil der Bemühungen der spanischen Regierung, um europäische Instrumente zur Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen zu gewinnen. Das Projekt wurde Ende April von den Ministern De Guindos und Schäuble in Granada bekanntgegeben.

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