Google warnt Website-Betreiber erstmals in seinem öffentlichen Leitfaden ausdrücklich vor erfundenen Autorenprofilen. Anfang Oktober hat der Konzern die Seite „Creating helpful, reliable, people-first content“ in seiner Dokumentation Google Search Central um einen entsprechenden Absatz ergänzt. Profile mit KI-generierten Porträts, ausgedachten Namen oder falschen Qualifikationen bewertet Google darin als Täuschung. Jede Form der Täuschung mache eine Seite für Nutzer und für die automatischen Qualitätssysteme unglaubwürdig.
Bislang stand diese Haltung vor allem in den Richtlinien für Googles Quality Rater, also in den Vorgaben für Menschen, die Suchergebnisse im Auftrag von Google bewerten. Nun richtet sich Google damit direkt an alle Website-Betreiber.
„Mit KI ist es heute sehr einfach geworden, eine Expertin samt Foto und Lebenslauf zu erfinden“, sagt Isabelle Nienhaus, Expertin für SEO und Content-Marketing und Gründerin der Content-Agentur Contenist. „Genau das will Google offenbar nicht mehr hinnehmen. Für Unternehmen ist das aber eine Chance, denn echte Menschen mit echter Erfahrung lassen sich nicht so leicht kopieren.“