Ein Kurs wurde abgeschlossen, der Wissenstest bestanden und das Zertifikat ausgestellt. Damit lässt sich dokumentieren, dass eine Weiterbildung absolviert wurde. Eine andere Frage bleibt dabei häufig offen: Kann die Person das Gelernte anschließend auch sicher und selbstständig im Arbeitsalltag anwenden?
Genau hier setzt die Time to Competency an.
Sie beschreibt die Zeitspanne vom Beginn einer Qualifizierung bis zu dem Punkt, an dem eine Person eine bestimmte Fähigkeit auf einem vorher definierten Niveau sicher und selbstständig anwenden kann.
Vereinfacht geht es um die Zeit zwischen „Ich habe es gelernt“ und „Ich kann es alleine“.
Unternehmen können Weiterbildung heute anhand zahlreicher Kennzahlen erfassen. Dazu gehören beispielsweise Teilnehmerzahlen, Abschlussquoten, Lernstunden, Testergebnisse oder ausgestellte Zertifikate.
Diese Daten sind sinnvoll. Sie zeigen, ob Lernangebote genutzt und abgeschlossen wurden. Ob daraus berufliche Handlungskompetenz entstanden ist, lässt sich daraus jedoch nicht automatisch ableiten.
Auch Kursdauer und Time to Competency sind deshalb nicht dasselbe. Ein achtstündiges Training dauert acht Stunden. Wie lange es anschließend dauert, bis jemand die Inhalte sicher auf berufliche Situationen übertragen kann, ist eine andere Frage.