Die Geschichte beginnt mit zwei Karrieren, die sich wiedertreffen. Matthieu und Alexander kennen sich von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg. Nach dem Studium gingen sie unterschiedliche Wege: Alexander ins Banking, Matthieu ins E-Commerce und Marketing. Später erlebten beide als Mining-Kunden das gleiche Problem – sie waren mit ihren Anbietern absolut unzufrieden.
„Bei meinem damaligen Anbieter hatte ich viele Probleme", erklärt Matthieu. „Ich habe gemerkt, dass es vielen anderen ähnlich geht. Alexander hatte die gleiche Erfahrung. Und wir haben uns gesagt: Das können wir besser selber machen."
Zunächst wollten sie nur eigene Geräte und die von Familie und Freunden hosten. Doch die Nachfrage war überwältigend. Innerhalb eines Monats war der erste Standort komplett ausgelastet – nicht wegen Werbung, sondern durch Qualität und Mundpropaganda. Heute arbeitet Intermine fast ausschließlich über Empfehlungen und wächst steil.
Günstige Energie und die richtige Maschine
„Mining lebt von günstigem Strom", sagt Matthieu. „Die Maschinen verbrauchen sehr hohe Strommengen. Ob eine Maschine rentabel ist, beantwortet sich einzig mit der Frage: Wie hoch sind die Stromkosten und wie effizient ist die Maschine?"
Dabei ist nicht jede Maschine gleich. „Die Leistung wird in Terra-Hash gemessen", erklärt Alexander. „Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Terra-Hash und Euro Stromkosten. Je effizienter eine Maschine, desto teurer die Hardware. Man muss das passende Modell für die eigene Situation finden."
„Es ist wie beim Auto", ergänzt Matthieu. „Wer viel in der Stadt fährt, braucht ein anderes Auto als jemand auf der Langstrecke. Bei Mining ist es genauso." Ein Solaranlagenbetreiber, der seinen Strom selbst verbrauchen will, entscheidet sich für eine andere Maschine als jemand, der Strom aus dem Netz bezahlt.
Intermine betreibt Standorte in fünf Ländern: Finnland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Äthiopien, Oman und Kuwait. „Die meisten Standorte haben wir in den VAE", so Matthieu. „Abu Dhabi wurde zur sichersten Stadt der Welt gewählt – ein großer Vorteil für unsere Kunden. Gepaart mit günstigen Stromkonditionen und einem Strommix mit viel Solar. In Äthiopien setzen wir stark auf Wasserkraft. So bringen wir auch den grünen Aspekt mit rein." Je nach Standort und Stromkosten wird eine andere Maschine sinnvoll, um den schnellsten Return on Investment zu erreichen.