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Agentur

Neue Semrush-Studie: Große Unterschiede bei Googles KI-Übersicht in Europa


06. Mai 2025, 16:53
Berlin,
Deutschland
PRESSEMITTEILUNG/PRESS RELEASE

Googles im März eingeführte KI-Zusammenfassungen betreffen laut einer neuen Semrush-Studie mittlerweile bis zu 17 Prozent der Suchergebnisse in Europa – in Deutschland ist das neue Feature bislang jedoch kaum verbreitet. In Portugal und Belgien sind KI-Überblicke bislang am gängigsten.

Neue Daten der Online-Analyse und -Marketing-Plattform Semrush zeigen deutliche Unterschiede beim Rollout von Googles “Übersichten mit KI” in Europa. In Ländern wie Portugal und Belgien erscheinen KI-Zusammenfassungen inzwischen in fast jedem fünften Suchergebnis, während in Deutschland nur jede hundertste Suche von Googles KI-Assistent Gemini unterstützt wird. Als mögliche Gründe hierfür sieht die Semrush-Studie eine hierzulande verzögerte Einführung, regulatorische Hürden oder lokalisierte Tests. Semrush untersuchte für die Studie über 10 Millionen Suchbegriffe.

Ein Blick auf die Anteile der KI-Zusammenfassungen an den gesamten Suchergebnissen – betrachtet wurde jeweils der Tagesdurchschnitt – Ende April zeigt klare Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern:

  • Etwa 17,5 Prozent aller Google-Suchergebnisse in Portugal enthalten bereits heute KI-Zusammenfassungen. Belgien folgt dicht dahinter mit einem Anteil von 16,8 Prozent. In Spanien enthalten im Schnitt 15 Prozent der Suchanfragen KI-Zusammenfassungen.

  • Auch in Irland und der Schweiz rollte Google das neue Feature zuletzt aus, jedoch etwas zurückhaltender. Es ist seitdem in circa 11,5 Prozent aller Suchanfragen enthalten.

  • Deutschland bildet das europäische Schlusslicht: Nur bei circa 1 Prozent der Suchen erhalten deutsche Nutzer eine KI-unterstützte Suche. Gründe hierfür könnten etwa verzögerte Rollout-Pläne, regulatorische Hürden oder gezieltere Tests sein.


Die Zahlen von Semrush geben zudem Aufschluss darüber, welche Arten von Suchanfragen am häufigsten eine KI-unterstützte Suche auslösen.

  • 88,1 Prozent entfallen auf informationsorientierte Suchen, also Suchbegriffe, bei denen Nutzer nach Informationen zu einem bestimmten Thema suchen. Das können Lösungen für ein konkretes Problem sein, eine Definition, ein Ratgeberbeitrag oder eine Anleitung.

  • Auch markenbezogene und navigationsorientierte Anfragen werden zunehmend durch KI-unterstützte Suche ergänzt. Dabei handelt es sich um Suchanfragen, bei denen Nutzer zu einem bestimmten Anbieter oder einer Website gelangen wollen, dabei allerdings nicht direkt im Webbrowser die gewünschte Internetadresse eingeben, sondern ihre Suche mit einem Marken-, Firmen- oder Domainnamen spezifizieren. Bei 1,43 Prozent dieser Suchanfragen erscheinen inzwischen KI-Zusammenfassungen, fast doppelt so häufig wie bei ersten Tests im Januar.

  • Besonders stark stieg der Anteil der KI-Übersichten bei Anfragen aus den Bereichen “Science” (+22,27 Prozent), “Health” (+20,33 Prozent), “People & Society” (+18,83 Prozent) und “Law & Government” (+15,18 Prozent). Dies deutet darauf hin, dass sich die Art und Weise, wie Nutzer Antworten in diesen vertrauenswürdigen und informationsreichen Kategorien erhalten, rapide verändert.
     

Google rollte “Übersicht mit KI” ab dem 26. März 2025 in Deutschland, Belgien, Irland, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien und der Schweiz aus. In manchen Ländern sind diese ganz oder teilweise nur auf Englisch verfügbar. KI-Übersichten sind laut Google in diesen Ländern überhaupt nur für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren verfügbar. Eine “Übersicht mit KI” enthält zusätzlich Links zu Websites, damit Nutzer sich über die Zusammenfassung hinaus informieren können. 

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