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AUDI AG

Unternehmen

Artenvielfalt erhalten: Biodiversitätsprojekte an den Audi Standorten


08. Januar 2024, 16:34
Ingolstadt,
Deutschland
PRESSEMITTEILUNG/PRESS RELEASE
  • Umweltprogramm Mission:Zero sieht Biodiversität als zentrales Handlungsfeld
  • Audianer_innen engagieren sich zum Schutz der Artenvielfalt
  • Trittsteinbiotope, Obstbäume und Blumenwiesen – Engagement lebt von vielen unterschiedlichen Projekten
Neckarsulmer Auszubildende helfen, für Zauneidechsen einen geeigneten Lebensraum in den Böllinger Höfen zu schaffen.

Mission:Zero, das standortübergreifende Umweltprogramm von Audi, stellt neben Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und Wassernutzung die Biodiversität als eines der vier zentralen Handlungsfelder in den Fokus. Von Blühwiesen über Wildbienen bis zu Aufforstungsprojekten: Als Mitglied der Initiative „Biodiversity in Good Company“ engagierten sich die Vier Ringe auch 2023 für den Schutz biologischer Vielfalt mit Projekten an allen Audi Standorten.

Der gravierende Verlust der Biodiversität zählt neben dem Klimawandel zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Vereinten Nationen haben deshalb die Jahre 2021 bis 2030 zur Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt. Audi ist sich der Verantwortung der Automobilindustrie für den Erhalt der Biodiversität bewusst und unterstützt deshalb die Biodiversitätsziele der Vereinten Nationen. Zudem haben sich die Vier Ringe der Leadership-Erklärung der Initiative „Biodiversity in Good Company“ angeschlossen, bei der Audi Mitglied ist.

Um den Schutz der Artenvielfalt strategisch angehen zu können, hat Audi analog zum Dekarbonisierungsindex einen Biodiversitätsindex entwickelt, der 2023 weiter optimiert wurde. Anhand spezieller Kennzahlen bewertet Audi jeden Standort und definiert verbindliche Ziele. Darin fließen Fragen ein wie: Gibt es Fassaden- oder Dachbegrünung? Wie sind die Freiflächen gestaltet? Werden die Mitarbeitenden für das Thema sensibilisiert, beispielsweise mittels Schulungen? Dadurch lässt sich feststellen, in welchem Umfang die Standorte Biodiversität fördern, eine Strategie für eine bessere Naturbilanz ausarbeiten sowie deren Erfolg messen. „Jedes Lebewesen zählt“, sagt Dr. Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz bei Audi. „Gerade das Engagement für Artenvielfalt lebt auch von vielen kleinen, aber wichtigen Konzepten und Aktionen.“

Audi China: urbane Artenvielfalt im Blick

Audi China und die Umweltorganisation „Friends of Nature“ haben gemeinsam ein Verzeichnis herausgegeben, das 15 städtische Parks und vier vorstädtische Routen in Peking vorstellt.

Audi China istebenfalls Teil der Biodiversitätsprojekte bei den Vier Ringen: Mit der „Audi China Biodiverse City Initiative“ hat Audi China mit dem Vogelführer „Beijing Biodiverse City Birdwatching Guidebook“ eine weitere konkrete Maßnahme zur urbanen Artenvielfalt veröffentlicht.

Dieser Leitfaden für Vogelliebhaber und solche, die es werden wollen, ist auch ein Aufruf an die Stadtbewohner, sich wieder intensiver mit der Natur zu beschäftigen und sie zu einem umweltfreundlichen Lebensstil zu inspirieren. Das von Audi China und der Umweltschutzorganisation „Friends of Nature“ gemeinsam herausgegebene Verzeichnis stellt 15 städtische Parks und vier vorstädtische Routen in Peking vor. Der Führer dient jedoch nicht nur als Verzeichnis, sondern gibt auch einen Einblick in die natürlichen Lebensräume, die Vogelbeobachtungsrouten und die häufigsten Vogelarten an den einzelnen Standorten.

Ingolstadt: Biotope und Wildblumenwiesen

Audianer_innen bepflanzten im Rahmen eines Abteilungsworkshops auf dem Werksgelände eine 500 Quadratmeter große Fläche mit 5.000 regionaltypischen Wildstauden.

Wenige Kilometer vor den Ingolstädter Werktoren entsteht auf 1,24 Hektar Land sukzessive ein neuer Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten: das Audi AzuBioTop. Die Idee zum Projekt stammt von den Auszubildenden selbst. Seit Oktober 2022 legen die jungen Audianer_innen nach und nach Streuobst- und Blumenwiesen sowie ein Ersatzhabitat für Zauneidechsen an.

Auch andere Audianer_innen folgten dem Beispiel der Auszubildenden und bepflanzten im Rahmen eines Abteilungsworkshops auf dem Werksgelände eine 500 Quadratmeter große Fläche mit 5.000 regionaltypischen Wildstauden.

Zudem werden auf dem Gelände in Ingolstadt geeignete Rasenflächen Stück für Stück in Wildblumenwiesen umgewandelt, um Lebensraum für Flora und Fauna zu schaffen. Knapp 20.000 Quadratmeter sollen so blühen und gedeihen.

Um die verschiedenen Biodiversitätsaktionen Mitarbeitenden wie Besucher_innen näherzubringen, haben die Vier Ringe einen Trittsteinbiotop-Park angelegt. Dieser besteht aus einem Netz von Einzelbiotopen wie Bäumen, Magerwiesen und Feuchtflächen. Weitere Stationen der „NaturTour“ sind bereits in Planung.

Neuburg: Gefährdete Wildbienen

Am Standort Audi Neuburg entsteht die gesamte Antriebseinheit für das Formel-1-Projekt der Vier Ringe. Das Areal ist zudem Heimat der Audi driving experience und wird unter anderem von der Technischen Entwicklung genutzt. Besonders wohl scheinen sich hier Wildbienen zu fühlen.

Seit Bestehen des Standorts wurde der Lebensraum hinsichtlich Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten für Wildbienen stetig verbessert. Dadurch konnten sich einer aktuellen Untersuchung zufolge in den letzten Jahren insgesamt 94 Wildbienen-Arten ansiedeln, von denen 22 in Bayern unter anderem extrem selten, gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind.

Győr: Schutz des gefährdeten Sakerfalken

Am Standort Győr drehte sich im Jahr 2023 alles um die Transformation des Grünflächenmanagements. So wurde ein neuer Mähplan erstellt und der Anteil selten oder nicht gemähter Flächen erhöht. Auf diese Art und Weise haben die blühenden Pflanzen mehr Möglichkeiten, Samen zu produzieren und zu verbreiten. Dauerhaft sollen sich aus homogenen Rasenflächen Blühwiesen entwickeln. Darüber hinaus bestückten Audianer_innen einen Kräuter- und Gewürzgarten von knapp 100 Quadratmetern Fläche mit mehr als 500 heimischen oder klimaangepassten Heil-, Gewürz- und Duftpflanzen.

Zum Schutz des in Ungarn stark gefährdeten Sakerfalken haben Auszubildende Nistkästen aus übrig gebliebenen Materialien gebaut und einem Naturschutzverein zur Verfügung gestellt. Zudem halfen die Audianer_innen bei der Renovierung von Informationstafeln und beschädigten Sitzbänken auf einemNaturlehrpfad in einem geschützten Eichendwald in der Nähe des Standortes.

San José Chiapa: Wiederaufforstung und heimische Fauna

Gemeinsam für mehr Biodiversität: Audi Nachwuchskräfte engagieren sich für regionalen Umweltschutz.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Nopalucan im Bundesstaat Puebla (Mexiko) hat Audi México ein ehrgeiziges Aufforstungsprojekt gestartet. In einem Waldgebiet in der Nähe des Audi-Standorts San José Chiapa, dem Santa Cruz del Bosque, sollen sukzessive 42.900 Bäume auf einer Fläche von 39 Hektar gepflanzt werden. Durch den Befall mit Borkenkäfern hatte der Wald in Santa Cruz del Bosque erheblichen Schaden genommen. Das Waldökosystem ist als Lebensraum für Flora und Fauna für die Region von besonderer Bedeutung. Es trägt zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts bei, hilft die Luftqualität zu verbessern und bietet zudem Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für die dort lebenden Menschen.

Darüber hinaus setzt sich der Audi Standort im mexikanischen San José Chiapa auch für den Erhalt der lokalen Fauna ein. Dazu wurde diese in einem ersten Schritt auf und nahe dem Werksgelände in Zusammenarbeit mit der Universität Veracruzana analysiert. Ziel ist es, die Vielfalt der vorhandenen Arten zu identifizieren und Maßnahmen zu ihrem Schutz zu definieren.

Brüssel: Dachbegrünung und gemeinsamer Kampf gegen invasive Pflanzenarten

Im Fokus stand die naturnahe Umgestaltung einer Außenfläche und die Begrünung von Dachflächen im Eingangsbereich des belgischen Produktionsstandortes. Dabei entstanden sowohl Lebensräume für verschiedene heimische Tier- und Pflanzenarten als auch ein Regenwasserrückhalt, der zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Um gegen die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten wie dem japanischen Staudenknöterich und dem Schmetterlingsflieder vorzugehen, wurden Rodungsaktivitäten mit Mitarbeiter_innen im Werk in den Außenbereichen des Standortes durchgeführt.

Außerdem wurden Tipps zusammengestellt, wie die Audianer_innen auch im privaten Bereich gegen die für die heimische Flora schädlichen Pflanzenarten aktiv werden können.


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Über Audi AG

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