Sonderprogramm:
>Sonntag, 1. März 2026, 11.30 Uhr:
Vernissage: Einführung durch die Kuratorin Dr. Isabelle von Marschall, begleitet von Sinja Rosenberger, Harfe
Die Künstlerin ist anwesend.
>Sonntag, 15. März 2026, 12.00 und 15.00 Uhr:
Führungen im Rahmen von OFFEN FÜR KUNST
>Sonntag, 26. April 2026, 11.30 Uhr:
Finissage: Künstlergespräch mit Julia Schewalie und der Kuratorin Dr. Isabelle von Marschall
Öffnungszeiten: jeden Sonntag, 11.30 bis 16.00 Uhr, Eintritt frei
Unternehmen
Ausstellung: Julia Schewalie THE MATTER OF SHADOWS - StKK - Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps
1. März bis 26. April 2026
StKK - Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps
Pochgasse 73 | 79104 Freiburg-Zähringen | Tel.: 0163-8648127
>www.stiftung-konkrete-kunst.org
> Sonntag, 1. März 2026, 11.30 Uhr: Vernissage
> Sonntag, 15. März 2026, 12.00 und 15.00 Uhr: Führungen im Rahmen von OFFEN FÜR KUNST
> Sonntag, 26. April 2026, 11.30 Uhr: Finissage
Ausstellung: Julia Schewalie THE MATTER OF SHADOWS - StKK - Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps
© Julia Schewalie, Oily Drops, 2025, Öl auf Lwd., 220 x 300 cm, Ausschnitt, Julia Schewalie, Foto: Kilian Blees.
Branche
Mit der ersten Position der Ausstellungssequenz „THE MATTER OF SHADOWS“ präsentiert die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps im Jahr 2026 die Münchner Künstlerin Julia Schewalie (*1988 in Krasilowka, Kasachstan).
Die Ausstellung legt unter dem Titel „The Matter of Shadows“ den Fokus auf ihre aktuellen, malerischen und zeichnerischen Arbeiten, in denen das Verhältnis von Material, Farbe und Struktur anhand des Quadrats als Grundform untersucht wird.
Neue Werkserien
Für die Freiburger Ausstellung entwickelt Schewalie neue Werkgruppen, die durch handwerkliche Präzision und systematische Variationen gekennzeichnet sind. In den großformatigen Serien „Oily Drops“ und „Oily Tiles“ (jeweils 220 x 300 cm) entstehen aus wiederholtem Farbauftrag komplexe Strukturen, die feinste Abstufungen der Farbe Schwarz sichtbar machen. Auf Leinwand wird mit dem Pinsel in gleichbleibenden Bewegungsabläufen gearbeitet, die von einem vorab auf der Leinwand eingetragenen Raster bestimmt sind. Die Künstlerin greift auf eine Sammlung von Schwarztönen unterschiedliche Hersteller und Mischverhältnisse zurück und kann diese in unterschiedlichen Stufen von Lasur und Pastosität aufragen. So entsteht eine sehr weite Palette ein und desselben Grundtons, die dem vorab aufgezeichneten Raster entsprechend aufgetragen wird und ein fein gegliedertes Mosaik kleinster Quadrate bildet, die unterschiedliche Reflexionen und Lichtwirkungen erzeugen.
Mit der Serie „Squares on Paper“ umfasst Schewalie ein weiteres, prozessbasiertes Werkvorhaben: 160 Arbeiten erforschen Variationen der Farbe Schwarz in Aquarell, Pastell, Kohle, Tusche und Öl auf gerahmtem Aquarell-, Pastell-, und Leinwandpapier im Format 25,7 x 20,7 cm. Jede Arbeit untersucht das Spektrum der Farbtiefe bis zu einem hell lasierten Grau. Diese Serie bildet den Übergang zwischen den materialbasierten Arbeiten früherer Werkphasen und der fortgesetzten formalen Reduktion klassischer Bildtechniken im aktuellen Schaffen.
Materialforschung und Wiederholung als Prinzip
Eine zweite Werkgruppe innerhalb der Ausstellung widmet sich Arbeiten, die dem bekannten Oeuvre der Künstlerin zuzurechnen sind. Mit Materialien aus dem alltäglichen Gebrauch – darunter PVC, Vinylplatten, Kohlestücke, Teichfolie, Graphitfolie und Seifenstücke – definiert Schewalie das Quadrat als Träger einer Farbe, deren Wirkung sich aus dem jeweiligen Werkstoff ergibt. Die Arbeiten in unterschiedlichsten Formaten von groß (z.B. 250 x 200 cm) bis klein (z.B. 30 x 25 cm) entstehen in teilweise auch hier aufwändigen Prozessen, wie dem Schleifen und Aufkleben auf einen Träger. Sie zeigen wie sich Reflexion, Tiefe und Struktur je nach Material verändern.
„Julia Schewalie verfolgt in ihrer Arbeit eine hochpräzise, zugleich analytische Annäherung an die Farbe Schwarz. Ihre Werke verbinden konzeptuelles Denken mit handwerklicher Konsequenz und schärfen den Blick die Vielfalt materieller Bausteine für diese Farbe“, sagt Dr. Isabelle von Marschall, Künstlerische Leitung der Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps.
Zur Künstlerin
Julia Schewalie (*1988 in Krasilowka, Kasachstan) lebt und arbeitet in München. Sie kam 1996 im Rahmen der Spätsiedleraufnahme nach Deutschland und studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Anke Doberauer und Hermann Pitz. Ihre Arbeiten wurden in Einzelpräsentationen unter anderem im Kunstverein Lemgo (2025) gezeigt. Gruppenausstellungen führten sie an das Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt (2022/23) und das Kunstmuseum Ahlen (2025). Bereits 2017 erwarben die Staatlichen Bayerischen Gemäldesammlungen eine erste von mehreren ihrer Arbeiten.
Zur Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps (StKK)
Die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps wurde im Jahr 1997 gegründet. Seit 1999 hat sie mit der Stiftungshalle in Zähringen einen eigenständigen Ausstellungsraum. Hier setzt sie die Ziele der Stiftung um: die Förderung der Grundgedanken der Konkreten und Konstruktiven Kunst durch Ausstellungen und die Konservierung wie auch Präsentation des Oeuvres des Stifters, dem Mediziner und Künstler Roland Phleps (1924-2020).