Angesichts der bundesweit sinkenden Recyclingquoten für Glas und dem aktuellen Entsorgungsweg über die Müllverbrennungsanlage haben Kölner Vereine eine innovative Initiative gestartet, um dem Glasmüll bei Großveranstaltungen den Kampf anzusagen. Eine Initiative von Kölner Akteuren sammelt bei Paraden und Veedelszügen leere Pfandflaschen ein und führt diese zurück in den Mehrwegkreislauf. So soll verhindert werden, dass der wertvolle Rohstoff in den Restmüll oder Straßenkericht gelangt.
Die Aktion, die bereits erfolgreich beim ColognePride 2024 und 2025 sowie bei weiteren Veranstaltungen stattfand, wird von einem breiten Bündnis aus Vereinen und Unternehmen getragen. Mit dabei sind unter anderem die KG Grüne Rheinfunken, Cradle 2 Cradle Köln, Zukunft Feiern, die Grüngürtelrosen, Veedelsperlen, sowie Akteure des Innovationsbüros der Stadt Köln, der KISD und Zero Waste Köln. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Kölner Brauerei Gaffel und koordiniert durch Claudia Wedell vom GLORIA Theater.
Nachhaltigkeit auf Kölsche Art: Glas ist zu schade für den Restmüll
Die meisten feiernden Menschen in Köln wissen, dass Glas ist ein wertvoller Rohstoff ist. Doch sie führen es nicht dem richtigen Entsorgungsweg zu: Altglas gehört ausschließlich in einen der 960 Altglascontainer im gesamten Stadtgebiet, Mehrwegflaschen sind über den Einzelhandel bzw. den Getränkefachhandel zurückzuführen. Noch zu oft werden alle Flaschenarten am Straßenrand oder neben Mülltonnen abgestellt. Pfandsammler nehmen diese meistens nicht mit, so dass die Kölner AWB bei der nächsten Straßenreinigung diese Flaschen einsammeln und wegkehren muss. Der wertvolle Rohstoff Glas ist dann leider für immer verloren. Obwohl Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden können, werden sie auf diese Weise in der Müllverbrennnung eingeschmolzen nun in der Schlacke entsorgt. Altglas hingegen kann wiederum unbegrenzt eingeschmolzen und zu neuem Glas verarbeitet werden. Trotzdem gelangen jährlich erhebliche Mengen in der Müllverbrennungsanlage, wo sie dort keinen Nutzen bringen, da sie den Brennwert nicht steigern. Danach muss die Restschlacke teuer über die Deponie Vereinigte Ville entsorgt werden. Weniger Glas im Restmüll bedeutet auch weniger Kosten für die Müllentsorgung. Dieser Umstand hat das Engagement der ehrenamtlichen Helfenden motiviert. Mit Sprüchen wie „Flasche leer? Gib sie her!“ ziehen sie auf Veranstaltungen los, um das Leergut zu retten.
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Kontakt für Rückfragen:
Michael Cieslik
Ansprechpartner für Abfallvermeidung
Zero Waste Köln e.V.
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Instagram: @zerowaste_koeln
Web: https://www.zerowastekoeln.de/
Telefon: 0177-3302711
Claudia Wedell
Ansprechpartnerin für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement
GLORIA Theater, KG Grüne Rheinfunken, Zukunft Feiern!
KG Grüne Rheinfunken
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Web: https://grünerheinfunken.de
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